Das Deutsche Bundesministerium für Gesundheit legt 10-Punkte-Plan zur Vermeidung von behandlungsassozierten Infektionen vor

Posted by on Apr 14, 2015 in News der ÖGKH | No Comments

Im Kampf gegen multiresistente Erreger hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am 23. März 2015 einen 10-Punkte-Plan vorgelegt. Die neuen Meldepflichten sollen noch vor der Sommerpause im Bundesrat abgestimmt werden, so Gröhe. Jeder nachgewiesene Erreger müsse künftig gemeldet werden. In Deutschland sterben pro Jahr zwischen 10 000 und 15 000 Menschen in den Kliniken, weil sie sich dort mit multiresistenten Keimen infiziert haben. „Das darf in unserem Land nicht sein”, fügte Gröhe hinzu. Das Problem müsse auf allen Ebenen der Kliniken angegangen werden.

Die ÖGKH unterstützt und befürwortet die Initiative des Deutschen Bundesministeriums für Gesundheit. Wie in Deutschland kommt es auch in Österreich jedes Jahr zu Infektionen, die direkt oder indirekt im Zusammenhang mit Behandlungen in Einrichtungen des Gesundheitswesens entstehen. Genaue Zahlen der Betroffenen in Österreich können nicht genannt werden, da Krankenhausinfektionen nicht unter die Meldepflicht fallen. Die ÖGKH setzt sich deshalb unter anderem aktiv dafür ein verbindliche und bundesweit einheitliche Hygienestandards sowie eine Meldepflicht für nosokomiale Infektionen zu schaffen. Zudem gilt es die Ausbildung und die Rolle der Hygienefachkräfte weiterhin auszubauen und zu stärken.