Qualitätsorientierung durch Einhaltung bestehender Regelungen
Die Österreichische Gesellschaft für Krankenhaushygiene (ÖGKH) wurde als wissenschaftliche Fachgesellschaft gegründet, die gemeinnützig der Förderung der Krankenhaushygiene sowie dem Schutz des Patienten gegenüber nosokomialen Infektionen in Einrichtungen des Gesundheitswesens dient. Bisher gibt es zwar Empfehlungen zur Krankenhaushygiene, diese sind aber nicht verbindlich. Laut ÖGKH wäre die wichtigste Maßnahme zur Verbesserung der Qualitätsorientierung der Krankenhaushygiene in Österreich bereits bestehende Richtlinien und Empfehlungen konsequent umzusetzen. So existiert bereits z.B. seit 2005 im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) der „Hygieneplan MRSA“ (seit Oktober 2012: „Hygieneplan MRE“) mit dem Ziel einer sinkenden MRSA-Rate. Darin wird unter anderem festgehalten, dass bei allen Patienten mit sechs bestimmten Risikofaktoren bei der Aufnahme in ein Krankenhaus eine mikrobiologische Untersuchung auf das Vorliegen von MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) durchgeführt werden soll. Der Hygieneplan-MRSA hält dabei ausdrücklich fest, dass nur durch großflächige, konzertierte Maßnahmen in mehreren Krankenanstalten, zu denen ein Screening der neu aufgenommenen Patienten zählt, eine Senkung der MRSA-Rate zu erreichen ist.
